Juli 22

Tierschutzhund – meine Reise zu Dir

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  • Die Reise zu Dir – aus der Sicht eines Hundes

Irgendwann wurde ich einfach eingefangen und einen Transporter gesteckt mit anderen Hunden, ich hatte fürchterliche Angst. Kurze Zeit später hat man mich zu völlig fremden Hunden in einen Zwinger gesteckt, da gab es natürlich erst einmal Reibereien, ich war neu und die anderen Hunden haben „ihr Zuhause“ verteidigt.

Nach einigen Tagen hat sich das gelegt, dann habe ich nur noch versucht genug Futter abzubekommen, das einmal am Tag in den Zwinger geworfen wurde. Ansonsten war von da an jeder Tag gleich, Futter – alle stürzen sich drauf um was abzubekommen, es war ja nie genug für uns alle, ständig hat irgend jemand gebellt, es war immer laut, geschlafen haben wir auf dem Betonboden des Zwingers, hin und wieder wurde Wasser über den Zwingerboden gespritzt (um den Boden zu reinigen), das Wasser war in einem Eimer und nicht immer frisch und sauber.

Nur das Wetter änderte sich, mal waren wir Hitze, mal Regen, mal Kälte und auch dem Schnee ausgesetzt, es gab kein Entkommen, kein Schutz. Manchmal wurde auch ein Hund weggebracht und kam nicht mehr wieder.

An einem Tag kamen dann fremde Menschen, sie redeten mit uns, ich hatte trotzdem Angst vor ihnen – sie nannten sich Tierschützer, gaben uns Futter, legten uns ein Seil um den Hals und hielten ein komisches Gerät vor ihr Gesicht.

Uns sagten sie, sie wollen Bilder machen um ein zu Hause für uns zu finden. Ich hatte solche Angst, was waren das für Leute, was machen sie mit uns und was soll dieses Gerät vor ihrem Gesicht. Dann gingen sie wieder fort – irgendwie waren diese Menschen anders, aber sie kamen nicht mehr zurück und die Zeit verging.

Dann kamen sie doch wieder, legten mir ein enges Band um den Hals mit einem dicken Seil daran, sie erzählten sehr freudig: Jetzt kommst Du bald in Dein neues Zuhause.

Ich hatte Angst vor diesen Menschen, dem Ding um meinen Hals. Dann wurde ich in eine Kiste gesteckt, kurze Zeit später roch es ganz fürchterlich, wieder fremde Menschen und komische Geräte, ich wurde angefasst, abgehört und in mein Maul geschaut. Die Tierschützer versuchten mich zu beruhigen, es wäre nur ein Tierarzt – oh Gott was ist das? Was passiert mit mir?

Ich wurde wieder in eine Kiste gesteckt, kurze Zeit darauf war ich wieder in meinem bekannten Zwinger, was sollte das bloß?

Einige Zeit später kamen die Tierschützer wieder zurück, ich bekam wieder ein Band um den Hals, wurde in eine Box gesteckt und in einen Transporter gebracht. Dann war es stundenlang dunkel, es waren auch noch andere Hunde in diesem Transporter – alle in Boxen, alle hatten Angst. Es schaukelte und ruckelte, mir wurde schlecht, ich musste mal, aber ich war eingesperrt.

Stundenland ging das so weiter, dann öffneten sich die Türen, plötzlich war es hell, einen Moment konnte ich nichts erkennen. Meine Box wurde geöffnet, ich wurde rausgehoben, um mich herum fremde Menschen und Hände.

Die Tierschützer wünschten mir alles Gute, dann sah ich zwei Menschen die mit mir redeten, sie meinten sie wären meine neue Familie – wo war ich, wo ist mein Zwinger und die anderen Hunde. Dann wurde ich hochgehoben, wieder in eine Box gesteckt und wieder begannen die komischen Geräusche und das schaukeln.

Plötzlich hörte das schaukeln auf, die Box wurde geöffnet, ich wurde in ein Gebäude gebracht, es roch ganz anders, die Menschen sprachen mit mir, versuchten mich anzufassen – ich wollte nur zurück in meinen Zwinger.

Das Futter stellten sie mir in einem Napf hin, ich wartete darauf das andere Hunde angestürmt kommen, aber es passierte nichts. Ich roch an dem was sie Napf nannten, aber es war mir zu gefährlich, so was kannte ich nicht. Ich wollte Wasser trinken, wo ist der Eimer? Es gab nur eine Schale die komisches Licht abgab. Ich verkroch mich und hoffte das bald alles vorbei ist…….

Vielleicht ist durch diesen Text für den Menschen klarer, warum der Hund Zeit und von uns Geduld braucht, um sich an alles zu gewöhnen, alles kennenzulernen und vor allem alles Neue zu verarbeiten. Und es braucht manchmal viel Zeit bis die alten Seelenwunden langsam heilen.

ABER, diese Liebe des Hundes ist unvergleichlich 🙂

Unsere Hündin Muna kam aus Italien vom Tierschutzverein Pro-Canalba zu uns und ich bin ihr sehr dankbar, dass sie jeden Tag mein Leben bereichert.

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