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Hundefutter und Katzenfutter – Futter-Etikett richtig lesen

September 3, 2022

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Was ist wirklich drin im Hunde- und Katzenfutter

Ich werde oft gefragt welches Hunde- oder Katzenfutter ich empfehle, aber was für mich viel wichtiger ist: verträgt Dein Hund, Deine Katze das Futter das Du gerade fütterst?

Was ist wirklich drin in Deinem Hundefutter oder Katzenfutter? Wenn Du das wissen möchtest und wie die Qualität Deines Futters ist, dann ist es wichtig das „Futter-Etikett“ richtig lesen zu können, denn dort findest Du viele wichtige Informationen für Deinen Hund oder Deine Katze.

Es gibt europäische Richtlinien die vorgeben was auf der Deklaration der Inhaltsstoffe zu lesen ist, also Zusammensetzung, Zusatzstoffe, so dass der Tierbesitzer nachvollziehen kann was im Futter enthalten ist.

Alleinfutter ist ein Katzen- / Hundefutter das Proteine, Vitamine, Mineralstoffe enthält um den kompletten Bedarf des Tieres zu decken.

Ergänzungsfutter sind Leckerlis / Snacks für Zwischendurch und eignen sich nicht als Haupt-Nahrung, da dort nicht alles enthalten ist was Dein Tier braucht.

Die Deklaration besteht aus 3 Abschnitten: Zusammensetzung, Zusatzstoffe, analytische Bestandteile, diese werden i.d. Regel „tabellenartig“ dargestellt, dabei steht der Hauptbestandteil an erster Stelle alle weiteren Bestandteile werden je nach Menge absteigend aufgeführt.

Was muss drin sein im Hunde- und Katzenfutter?

Für die Katze:

Katzenfutter sollte einen hohen Fleischanteil haben, also in erster Linie Proteine, Kohlenhydrate wie Kartoffeln oder Nudeln und auch Getreide spielen bei der Katzenernährung keine Rolle. Durch Proteine aus Fleisch, Fisch oder Innereien bekommen Katzen die lebenswichtigen Eiweißbausteine Taurin und Arginin. Weiterhin sind tierische Fette wichtig bei der gesunden Ernährung der Katze, denn sie enthalten Vitamin A und D, die Katzen nicht selbst herstellen können.

Aber auch Katzen sollten nicht vollkommen „pflanzenfrei“ ernährt werden, denn dadurch erhalten sie Vitamine, Mineralien (z.B. Kalzium, Magnesium, Natrium), Spurenelemente (beispielsweise Eisen, Jod, Zink) und Ballaststoffe. Die ja auch im Magen ihrer „Beute“ enthalten ist / wären 🙂

Für den Hund

Ein Großteil des Futters besteht aus Proteinen – also Fleisch, Innereien. Pflanzliche Bestandteile versorgen den Hund mit zusätzlichen Vitaminen und Nährstoffen, ebenfalls Fette und Öle sind sind wichtig wie z.B. Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren.

Wieviel Fleisch ist im Hundefutter und Katzenfutter wirklich drin?

Beispiele:

  • „Huhn-Geschmack” bedeutet weniger als vier Prozent Huhn
  • „mit Kanninchen” bedeutet mindestens vier Prozent Kanninchen
  • „reich an Wild” bedeutet mindestens 14 Prozent Wild
  • „Pute-Mahlzeit/-Dinner/-Menü” = mindestens 26 Prozent Pute
  • „100 % Rind“ bedeutet nur Rind zuzügl. erlaubte Zusatzstoffe; Nahrungsergänzungsstoffe und Wasser dürfen enthalten sein
  • Rohasche sollte 4% nicht übersteigen, der Wert bedeutet: das bleibt übrig wenn es verbrannt wird.
  • Rohfaser das sind Ballaststoffe, die ein Sättigungsgefühl vermitteln und deswegen im Diätfutter erhöht sind.
  • Rohfett ist die Bezeichnung von Fettquellen, oft ohne Angabe von tierischem oder pflanzlichen Fett
  • Rohprotein bedeutet Eiweißverbindungen bzw. Eiweißquellen
  • Zusatzstoffe umfasst genetisch oder chemisch hergestellte Vitamine, Spurenelemente, Konservierungsstoffe und Aromastoffe
Hunde – und Katzenfutter – Futter-Etikett richtig lesen. Was ist wirklich drin im Hunde - und Katzenfutter
Hunde – und Katzenfutter – Futter-Etikett richtig lesen. Was ist wirklich drin im Hunde – und Katzenfutter
Was bedeutet der Begriff Nebenerzeugnisse auf dem Futteretikett?

Tierische Nebenerzeugnisse sind z.B. Schlachtabfälle wie Innereien, Blut, Fell, Federn, Haut, Schnabel oder Krallen oder aber wenn ein Futtermittel beispielsweise Fleisch und Leber vom Rind enthält, kann dies entweder als „Muskelfleisch und Rinderleber“ oder als „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ deklariert werden.

  • Fischnebenerzeugnisse können Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Augen oder Gräten sein
  • Pflanzliche Nebenerzeugnisse, fallen z.B. bei der Ölherstellung als Pressrückstände an oder als Schalen, Kerne, Stängel und Gehäuse
  • Molkereierzeugnisse sind Milchpulver, Molke, Käsereste
  • Bäckereierzeugnisse können Brotreste, Nudeln oder auch Gebäckkrümel sein

Nebenerzeugnisse dienen häufig als Füllmaterial und sollten genau beäugt werden, da Sie auch Zusatzstoffe enthalten, die für eine gesunde Ernährung von Hund oder Katze nicht notwendig sind.

Was muss auf dem Futteretikett angegeben sein? Was ist wirklich drin im Hunde – und Katzenfutter:

In der Futtermittelverkehrsverordnung wird die Kennzeichnungspflicht für Tierfutter geregelt, dazu müssen einige Mindestangaben gemacht werden:  

  • Was ist es für ein Futter? also Alleinfutter oder Ergänzungsfutter: Alleinfuttermittel bedeutet das Tier bekommt mir diesem Futter alle wichtigen Nährstoffen und Mineralien. Ein Ergänzungsfutter wie z.B. Leckerli, Snacks, reines Fleisch eignen sich nicht zur bedarfsgerechten Ernährung.
  • Für welches Futter ist das Tier – Hund, Katze: für welches Tier ist das Futter und für welche Lebensphase.
  • Inhaltsangabe der Verpackung
  • Feuchtigkeitsgehalt des Futters: ist der Wassergehalt 14% und mehr, muss der Wasseranteil als „Feuchte“ ausgewiesen werden
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Gibt an wie lange der Hersteller für die Futterqualität garantiert
  • Zutatenliste die Zutaten des Futters werden in absteigender Reihenfolge aufgelistet, d.h. Die Zutat mit dem höchsten Anteil steht an erster Stelle, mit dem geringsten Anteil an letzter Stelle.
  • Analytische Bestandteile: gibt Werte an zu Protein (Rohprotein), Fett (Rohfett), Rohasche und Rohfaser des Futters.
  • Zusatzstoffe das sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Farb- und Konservierungsstoffe: sie sind nur kennzeichnungspflichtig, wenn sie nachtrglich zugeführt werden, dh. nicht unbedingt das es negativ ist, da einige Nährstoffe im Herstellungsprozess zerstört und dann wieder zugesetzt werden. Hinter der Bezeichnung EWG oder EU Zusatzstoffe verbergen sich alle zugelassenen Konservierungsstoffe.
Offene oder geschlossene Deklaration – auch ein Qualitätsmerkmal?

Es gilt für mich je transparenter die Angaben des Herstellers, umso verbraucherfreundlicher.

Generell bin ich der Ansicht je hochwertiger die Inhaltsstoffe umso genauer wird der Hersteller dies auch auf dem Etikett ausweisen und die Inhaltsstoffe möglichst transparent angeben.

Geschlossene Deklaration: dabei werden die Zutaten unter Sammelbegriffen, also Futtermittelgruppen, zusammengefasst, z.B. tierische oder pflanzliche Nebenerzeugnisse, Öle und Fette, Mineralstoffe. Dabei ist nicht erkennbar, welche Zutaten verarbeitet wurden.

Offene Deklaration: hier werden alle Zutaten einzeln aufgelistet mit prozentualem Anteil, dabei ist klar was verarbeitet wurde im Futter.

Übrigens: Es können auch beide Varianten gemischt werden …….

Ist die Fütterungsempfehlung des Futterherstellers richtig?

Die Futtermenge für Dein Tier richtet sich nach Alter, Rasse, aber auch nach Aktivität Deines Tieres, dh. die Angaben können abweichen u.U. bis zu 20 – 30 % nach unten oder auch nach oben.

Ich hoffe Dir helfen meine Erklärungen im „Etikettendschungel“ 🙂

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