Juli 7

Hundekrankheiten – Symptome erkennen

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Auch unsere Hunde können mal krank werden. Je nach „Hundetyp“ kann es manchmal etwas schwerer zu sein zu erkennen, dass der Hund „nicht ganz in Ordnung“ ist. Lahmheiten oder Schmerzen erkennen wir besser und schneller, als zum Beispiel Bauchschmerzen, Übelkeit/Sodbrennen oder Probleme mit den Ohren.

Häufige Hundekrankheiten

  1. Magen-/Darmerkrankungen

Die Symptome sind häufig erbrechen, Durchfall, Verstopfung, aber auch wechselnder Stuhlgang, übermassiges Gras fressen, schmatzen, Appetitlosigkeit, Fressen von Unverdaulichem, Blähungen und Mundgeruch.

Es gibt dafür sehr unterschiedliche Ursachen wie z.B. Unverträglichkeiten, Medikamentengaben, Unverdauliches gefressen, zu wenig Ballaststoffe/Bewegung, Stress, Infekte.

Mundgeruch kann von schlechten Zähnen kommen, ist der Geruch ist immer da, müssen die Zähne kontrolliert werden, Zahnstein entfernt werden, und u.U. faule/beschädigte Zähne entfernt werden.  Ist der Geruch nur zeitweilig da, kommt der Geruch von der aufsteigenden Magensäure.

Bei bestehenden Allergien/Unverträglichkeiten ist häufig Magen und Darm betroffen, einige Hunde neigen zusätzlich zu Ohrentzündungen, meist rechts, und auch zu Analdrüsenentzündungen.

Immer öfter treten Blähungen / Koliken bei Hunden auf, dies kann ein Hinweis auf IBD (irritable bowle disease), eine chronische, schwerwiegende Darmerkrankung sein. Diese Hunde haben häufig Bauchkrämpfe, Durchfall, Appetitlosigkeit.

2. Ohrenentzündungen

Der Hund kann folgende Symptome zeigen: Kopf schief halten, übermässig viel Kopfschütteln, erhöhte Cerumenproduktion, heißes Ohr, Juckreiz/Kratzen des Ohres.

Die Ursachen können sein: Unverträglichenkeiten/Allergien, Hormonungleichgewicht, Infekt, „Erkältung“ oder auch Fremdkörper im Ohr.

Entzündung des äußeren Gehörgangs: das Cerumen ist häufig dunkel, schmerzhaft, der Hund versucht evtl. das Ohr auf dem Boden oder an Ecken/Händen zu reiben um eine Schmerzreduktion zu bekommen.

Ist die Entzündung häufig rechts kann dies auf Nahrungsunverträglichkeiten und/oder eine gestörte Darmflora hin. Bei häufiger linksseitiger Ohrentzündung kann eine Hormonstörung vorliegen. (Schilddrüse, Kastrachip, unterdrückte Läufigkeit)

3. Flöhe/ Zecken/Würmer/Giardien

Symptome für Giardien und Würmer können schlechtes Fell, wechselnder Appetit, Durchfall – teilweise sehr stark- sein. Ist der Befall da, sollte meiner Meinung nach eine veterinärmedizinische Behandlung erfolgen, da diese Parasiten schwerwiegende Organschäden verursachen können.

Von Giardien sind häufig Jungtiere betroffen. Würmer und Giardienbefall weisen ausserdem auf eine gestörte Darmflora / -Schleimhaut hin und auf ein schwaches Immunssystem.

Flöhe und Zecken:

Zecken können verschieden Krankheiten verursachen, deswegen sollten diese immer entfernt werden. Und die Stelle u.U. nachbehandelt werden um eine Entzündung zu vermeiden.

Flöhe sind häufig resistent gegen die gängigen Spot-on Produkte, deswegen ist es sinnvoll auf alternativen zurückzugreifen.

Die Ursache für starken Zecken- und Flohbefall kann ein gestörtes Hautmileu sein, aber auch ein schwaches Immunsystem.

Analdrüsenentzündungen:

Viele von uns kennen das, immer wieder hat der Hund verstopfte oder sogar entzündete Analdrüsen, d.h. auf zum Tierarzt, dieser entleert die Analdrüse und oft muss der Hund auch noch ein Antibiotikum bekommen.

Dann ist es wieder einige Zeit gut und irgendwann schon wieder verstopft und der „Kreislauf“  beginnt von neuem.

Immer wieder habe ich in meiner Praxis Hunde, die mehr oder weniger regelmässig, unter einer Analdrüsenentzündung leiden oder die regelmässig beim Tierarzt vorgestellt werden, um die Analdrüsen auszudrücken.

Die häufigste Ursache für Probleme mit den Analdrüsen ist zu weicher Kot oder wechselnde Kot-Konsistenz, denn bei normalem Kotabsatz werden die Analdrüsen automatisch entleert.

Die Gründe für den zu weichen Kotabsatz/Durchfall können sehr unterschiedlich sein, z.B. Stoffwechselstörungen, Allergien und Unverträglichkeiten, aber auch Übersäuerung.

Symptome können sein::

– Juckreiz/häufiges Lecken in der Analregion

– „Schlittenfahren“ (der Hund rutscht mit dem Po über den Boden)

– Pressen ohne Kotabsatz oder schmerzhafter Kotabsatz

– die Analbeutel sind geschwollen und rötlich

  • Blase

Ursache für Blasenentzündungen sind „Erkältung“/Infekte, Bakterien aber auch vereiterte Backenzähne.

 Die Symptome können sein: abgeschlagenheit, ständiger Urindrang, stark konzentrierter Urin, Blut im Urin oder auch Urin-Tröpfchenverlust.

Bei immer wiederkehrenden Blasenentzündungen ist es sinnvoll das Immunsystem zu unterstützen und evtl. auch die Niere.

Zivilisationskrankheiten beim Hund

Bei unseren Hunden haben in den letzten Jahren chronische Erkrankungen, der so genannten Zivilisationskrankheiten, stark zugenommen.

Dies leider nicht erst im hohen Alter, sondern teilweise schon in jungen Jahren. Aber woher kommt das? Vom Menschen wissen wir, das gesunde Ernährung mit einem ausgewogenen Verhältnis an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen die Gesundheit unterstützt.

Seit dem Buch „Darm mit Charme“, in dem die Zusammenhänge zwischen Darm/Gehirn, Emotionen und Krankheiten sehr gut und schön beschrieben werden, achten glücklicherweise immer mehr Menschen auf ihre Darmgesundheit.

Humanheilpraktiker achten schon lange beim Menschen auf Entgiftung, Darmgesundheit und ein stabiles Immunsystem. Aber wie ist das bei Hunden?

Ich persönlich bin der Ansicht, dass es genau die gleichen Zusammenhänge gibt wie beim Menschen und die Belastung durch Umweltgifte, Medikamente, Hundefutter mit Zucker und Geschmacksverstärker, den Organismus der Hunde übermässig belastet.

Durch die erhöhte „Giftbelastung“, eine angegriffene Darmflora und ein geschwächtes Immunsystem ist der Hundeorganismus nicht mehr in der Lage sich gegen Krankheiten zu wehren.

Die „Zivilisationskrankheiten“ sind wie beim Menschen Allergien/Unverträglichkeiten, Diabetes, Tumore, Probleme mit dem Bewegungsapparat:

Allergien/Unverträglichkeiten

Äussern sich über Magen-Darmbeschwerden oder über die Haut.

Ist der Magen-/Darmbereich betroffen können Symptome wie übermässiges Schmatzen, Blähungen, wechselnder Stuhl (Verstopfung/Durchfall), chronischer Durchfall, verweigern von Futter und übermässig viel Grasfressen auftreten.

Bei Hautsymptomen kann es zu übermässigem Lecken bis hin zu kahlen Stellen, Juckreiz, Entzündungen der Haut und Quaddelbildungen kommen.

  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung verursacht durch eine „Fehlfunktion“/Erkrankung der Bauchspeicheldrüse.

Verursacht durch eine Hormonstörung, Infektionskrankheit oder auch durch eine Störung des Immunsystems.

Der Nachweis erfolgt durch einen Bluttest beim Tierarzt, der Hund muss dann auf jeden Fall täglich Insulin erhalten, möglichst immer zur gleichen Tageszeit. Das Futter muss jeden Tag in gleicher Menge und möglichst zur gleichen Uhrzeit gegeben werden, um „Ausreißer“ des Blutzuckerspiegels zu vermeiden.

Der Hund muss dann auf jeden Fall täglich Insulin erhalten, möglichst immer zur gleichen Tageszeit.

Bewegungsapparat

Die bekanntesten Probleme sind Arthritis und Arthrose (altersbedingt, gewichtsbedingt oder durch einseitige Bewegung, bei angeborenen Haltungsschäden, Stoffwechselstörung) und Spondylose.

Die Symptome sind Lahmheiten, verweigert Treppensteigen oder Sprünge ins Auto, verändertes Verhalten (gegenüber Artgenossen, lässt sich an verschiedenen Stellen nicht mehr anfassen), steifer Gang, häufiges setzen oder „zurückfallen“ bei Spaziergängen, Probleme beim Aufstehen, Schmerzäusserungen, hecheln.

Zuhause kann man verschiedene Übungen machen um einen Muskelabbau zu verhindern oder die angespannte Muskulatur zu lockern

Was gibt es für Hundekrankheiten?

Durchfall, Erbrechen, Magen-Darmprobleme (Entzündungen), Allergie mit Juckreiz und u.U. Fellverlust, Arthrose / Arthritis, Ohrenentzündungen, Analdrüsenentzündungen, Blasenentzündungen, Diabetes und Tumorerkrankungen

Wie erkenne ich Krankheiten beim Hund?

vermehrtes trinken, Juckreiz, Durchfall, Erbrechen, häufige Schmatzen/Maul lecken, starker Fellverlust, meidet Bewegungen und Sprünge, läuft „unrund“, verweigern von Futter

Wie verhält sich ein alter Hund?

Sie schlafen mehr, brauchen mehr Ruhe. Das Futter ist weniger attraktiv als früher, sie bewegen sich weniger, meiden u.U. Bewegungen, Sprünge und beginnen bei Spaziergängen mehr zu schnüffeln/trödeln.
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